Speeddown Europameisterschaft 2019

27.07.2019

Fahrer aus 9 Nationen trafen sich am letzten Juliwochenende, um ein großes Fest zu feiern und die schnellsten Speeddown-Fahrer zu ermitteln. Franzosen, Deutsche, Österreicher, Spanier, Schweizer, Italiener, Tschechen, Belgier und Letten traten mit einem Fahrerfeld von insgesamt 187 motorlosen Fahrzeugen und in 10 Wertungsklassen an. Schon ab Mittwoch reisten die ersten. Am Freitag fand die technische Abnahme der Fahrzeuge statt und der Einmarsch der Nationen, bei dem jede Nation in ihrem „Nationaltrikot“ auftrat. Danach wurden die Platzierten des vorjährigen Europacups geehrt. Am Samstag mussten die ersten Fahrer schon um 7 Uhr zum Hochziehen bereit stehen. Bei gutem Seifenkistenwetter wurden der Trainingslauf und der 1. Wertungslauf gefahren. Schon von Anfang zeichnete sich ab, dass es zur Sache gehen wird, da einige sofort in den Angriffsmodus gingen und dabei die Strohballen mehr oder weniger touchierten. Am Abend wurde repariert und gemeinsam gefeiert. Der Sonntagmorgen begann um die gleiche Uhrzeit, allerdings mit Regen, der immer wieder die Taktik der Fahrer beeinträchtigte. Nach erstaunlichen Leistungssteigerungen und einigen Einschlägen vor einem interessierten Publikum wurde zusammengepackt und die Siegerehrung begonnen. Die meisten Titel gingen an die Belgische Delegation, für Deutschland waren ein 2. und ein 3. Platz die besten Platzierungen.

Für den RMSV-Ehrenkirchen gingen Felix Schlageter in der Klasse C3, Maria Schlageter in C4 und Hannes mit Matthias Schlageter in C6 an den Start. Nach einem guten Trainingslauf hatte Felix in der Klasse der 14-17-Jährigen Pech mit dem Wetter. Während er in Lauf 2 mit einer hohen Startnummer noch auf feuchter Strecke fuhr, konnten die Favoriten mit niedrigen Startnummern dann im Trockenen Fahren und ihren Vorsprung ausbauen. Er wurde 9. von 19 Fahrern und damit bester Deutscher. Maria startete im Feld von 68 Erwachsenen. Nach gutem Start hatte auch sie mit der Feuchtigkeit zu kämpfen und kam auf einen sehr beachtlichen 39. Platz. Hannes und Matthias starteten in einem vergleichsweise kleinen Feld mit 21 Doppelsitzern. Vor allem in den holprigen Kurven vor dem Rathaus wurden dem „Bob“ und dem Fahrer alles abverlangt. Durch die hohe Beanspruchung des Materials kamen technische Probleme hinzu, so dass der 14. Platz als Erfolg bewertet werden kann.

Unterstützung gab es durch mitgereiste Zuschauer, auch vom RMSV-Ehrenkirchen, über die sich die Fahrer sehr gefreut haben. So ging ein gelungenes Großspektakel zu Ende mit der Aussicht auf die nächste EM 2020 in der Schweiz.

Die Ergebnisse können nachgelesen werden unter http://t-base.cz/