SPEEDDOWN DEUTSCHE MEISTERSCHAFT

22.06.2019

Felix Schlageter wird Deutscher Meister

Am 22. und 23. Juni fanden die Deutschen Meisterschaften im Seifenkisten-Speeddown in Kleinnaundorf bei Dresden statt. Neben diesen Meisterschaftsläufen gab es auch Wertungsläufe zu den Sächsischen Meisterschaften und dem Mitteldeutschlandcup. Fast 100 Fahrer kamen zu dem für uns über 700 km entfernten Großereignis. Der Veranstalter hatte keine Kosten und Mühen gescheut und unter anderem eine Live-Übertragung über das Internet angeboten – eine einmalige Sache.

Nach einer langen Anreise am Donnerstag wurde der Platz im Fahrerlager bezogen. In der Nacht gab es heftige Gewitter mit enormem Starkregen, so dass alle Teammitglieder nass bis auf die Haut wurden, um Zelt, Pavillon und die Kisten vor den Wassermassen zu schützen. Die darauffolgenden Tage wurden dann sehr warm und sonnig – schönes Seifenkistenwetter.

Am Freitagabend wurde es ernst, als alle Fahrzeuge der technischen Kontrolle unterzogen wurden. Besonderes Augenmerk lag auf der Kontrolle des Gesamtgewichts und der Funktion der Bremsen. Danach wurde im großen Festzelt gefeiert und der Abend mit einem Feuerwerk beendet. Das Team vom RMSV machte sich nach der Technikkontrolle noch einmal auf die Rennstrecke und nahm sich eineinhalb Stunden Zeit für die genaue Analyse der Piste.

Dies sollte sich auszahlen. Im Trainingslauf am Samstagmorgen gingen Felix, Hannes und Maria Schlageter zunächst abwartend auf die Strecke und probierten unterschiedliche Strategien aus. Die Videokamera, die bei zwei Fahrzeugen pro Lauf eingesetzt werden konnte, gab zusätzliche Aufschlüsse. Schon im ersten Wertungslauf fuhr Felix unter 50 Sekunden, was seinen Mitstreitern in der Klasse der 14-17-Jährigen im ganzen Rennen nicht gelang. Für ihn kam es nun darauf an, mentale Stärke zu zeigen und fehlerlos zu bleiben. Das gelang ihm souverän in jedem Lauf und so wurde er verdient Deutscher Meister.

Hannes und Maria starteten in der Klasse der über 18-Jährigen, ein Feld mit 21 gemeldeten Startern. Da die Leistungsdichte groß war, konnte mit einem spannenden Verlauf gerechnet werden. Obwohl die beiden im Trainingslauf noch ausprobierten, passte der 1. Lauf nicht so. Es wurde eifrig analysiert und im 2 Wertungslauf am Samstag gelang Hannes dann die absolute Überraschung: er fuhr Laufbestzeit. Damit machte er sich zu einem Favoriten. Nach einem guten 4. Lauf gelang der 5. leider nicht. Nun hieß es zittern. Die beiden besten aus den anderen Läufen machten die Meisterschaft unter sich aus. Der Lokalmatador hatte noch gute Chancen und startete am Ende des Feldes. Es gelang ihm sein bester Lauf, so dass Hannes mit einem Rückstand von 0,07 Sekunden auf dem 4. Platz landete. Nach einer kurzen Phase der Enttäuschung stellte sich aber schnell Zufriedenheit ein. Damit hatte keiner vorher gerechnet. Er war mit 19 Jahren mit Abstand der beste Jungfahrer. Maria konnte nur etwas von den Erkenntnissen des Bruders profitieren und landete auf Platz 12.

Felix und Hannes traten noch in der Rennklasse der Doppelsitzer an, beide mit ihrem Vater als Beifahrer. Auch da ging es von Lauf zu Lauf hin und her. Felix erzielte den 6. Platz und Hannes wieder den 4. Platz, diesmal mit einem Rückstand von 0,3 Sekunden.

Die Veranstaltung war sehr gut organisiert und insgesamt fällt das Fazit sehr positiv aus. Es war ein schönes, beeindruckendes Rennwochenende mit einem guten Ende: ein Siegerpokal fuhr in der Nacht nach Südbaden!

Die Ergebnisse können ««hier»» nachgelesen werden.

Herzlichen Glückwunsch!