Deutsche Meisterschaft 2020

Nachdem im März die ersten Rennen wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurden war klar, dass dieses Jahr sportlich ganz anders verlaufen würde. Um so überraschender war die Ankündigung des Heimatvereins in Kleinnaundorf bei Dresden, dennoch ein Rennen veranstalten zu wollen. Unter großem Aufwand in der Vorbereitung und der Durchführung fand vom 14. – 16. August die 11. Deutsche Meisterschaft im Seifenkisten-Speeddown als erste Sportveranstaltung mit bis zu 900 Zuschauern (pro Tag) in Sachsen statt. Über 80 Fahrer freuten sich auf dieses besondere Rennen, sollte es doch für viele das einzige im Jahr sein.

 

 Auch für die Fahrer des RMSV-Ehrenkirchen, die normalerweise 10 Rennen pro Jahr fahren, war es keine Frage, für dieses Event die 700 km Anreise auf sich zu nehmen. In der Klasse der Einsitzer bei den Erwachsenen gingen die Geschwister Felix, Hannes und Maria Schlageter an den Start, bei den Doppelsitzern traten sie in den Kombinationen Hannes /Maria und Felix mit seinem Vater Matthias an. Nach der technischen Abnahme am Freitagabend und einem kräftigen Gewitter warteten am Samstag ein bewölkter Himmel, ein Trainings- und zwei Wertungsläufe auf die Südbadener. Schon nach dem Trainingslauf wurde deutlich, dass sich die ausführliche Vorbereitung gelohnt hatte. Durch die Doppelstarts im Einzel und bei den Doppelsitzern war auch zwischen den Läufen höchste Konzentration angesagt. Am Abend war klar, dass in der Einsitzerklasse alle drei Fahrer im vorderen Feld des 19-Köpfigen Fahrerfeldes lagen. Damit war man zufrieden. Hannes befand sich mit zwei anderen Fahrern sogar im Kampf um Platz 3. Der Sonntag zeigt sich von seiner besten Seite: leichte Bewölkung und nicht zu hohe Temperaturen. In einem sehr spannenden Wettkampf, der über Livestream im Internet übertragen wurde, fiel die Entscheidung ums Podium erst im 5. und letzten Wertungslauf. Zu Hause fieberten Freunde, Vereins- und Familienmitglieder mit und konnten gute Läufe der RMSV-Sportler beobachten. Deutscher Meister wurde Andreas Kuderer (Bühl, Baden-Württemberg) vor Sven Miesen (Wachtberg, Nordrhein-Westfalen). Dritter wurde Thomas Käfer (Kleinnaundorf, Sachsen) vor Hannes Schlageter (Heitersheim, Baden-Württemberg). Trotz des knapp verpassten Podests war er mit seiner Leistung und dem Ergebnis zufrieden, konnte er sich doch in der Spitzengruppe der deutschen Fahrer etablieren. Maria verbesserte ihre Leistung vom letzten Jahr und erreichte mit dem 7. Platz ihr zweitbestes Ergebnis bei einer Deutschen Meisterschaft in dieser Klasse. Damit blieb sie die schnellste Frau bei den Einsitzern. Felix war als Neunter der beste von drei Neueinsteigern aus dem Jugendbereich. Bei den Doppelsitzern fuhren Hannes und Maria auf den 4. Platz, Felix und Matthias auf den 7. Rang. Neben diesen guten Ergebnissen waren die Fahrer aber auch mit der gesamten Veranstaltung sehr zufrieden. Das Wiedersehen mit den anderen Fahrern und die sehr gute Organisation, die unter Corona-Bedingungen nicht hätte besser sein können, rundeten dieses besondere Erlebnis ab.